Veranstaltungsreihe gegen die Nation

 

Anlässlich der Herren-Fußball-WM möchten wir uns in drei Veranstaltungen damit befassen, was uns an Fahnen-Schwenkerei und Deutschland-ach-so-unverkrampft in dieser Zeit so nervt. Die Veranstaltungen fangen jeweils um 19 Uhr an. Der Ort steht noch nicht fest, wird hier aber zeitnah bekannt gegeben.

am 26.06. im BDP Haus:
Schwule Fotzen?! – Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist und Frauen sowie einige Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft ein anderes Bild: Wir wollen uns mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußballkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen und Homosexuelle sowohl im Spieler*innen-, als auch Fankontext mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen und Abwertungen entgegenzuwirken wird an diesem Abend herausgearbeitet.
Mit einer Vertreterin der Netzwerke „F_in – Frauen im Fußball“ und „Fußballfans gegen Homophobie“.

am 03.07. im paradox:
Zwischen „deutschem Mob“ und Einzelpersonen – deutsche Nationalmannschaft, aktive Fans und extreme Rechte

„Borsti“, „Air Bäron“ oder „Halle/S.“ – es sind Zaunfahnen wie diese, die beim aufmerksamen Beobachten bei Spielen der Nationalmannschaft in nah und fern auffallen. Sie symbolisieren, dass scheinbar eher Einzelpersonen und Kleingruppen der Nationalmannschaft hinterherreisen, große Gruppen etwa aus der Ultrabewegung sich eher zurückhalten – anders als im Ausland. Doch stimmt diese Annahme? Und welche Rolle spielten und spielen Auftritte der DFB-Elf für die extreme Rechte und Hooligans? Mit Peter Römer von der Uni Münster.

am 05.07. im BDP Haus:
Du & dein Boss haben nichts gemeinsam bis auf das Deutschlandtrikot

Im schwarz rot goldenen Freudentaumel während der Fußball WM spielen soziale Klasse und Herkunft plötzlich fast keine Rolle mehr. Endlich wieder ein Volk sein, schwarz rot gold sein. Siegeswahn und andere Nationen besiegen, ja sogar vernichtend schlagen wollen, das kennt man doch sonst nur vom Kriegsfeld. Wieso sich die Herren-Fußball-WM so wunderbar für Nationalwahnsinn und Siegesfantasien für das Volk nutzen lässt, versuchen wir mit euch in unserem Workshop zu erarbeiten.
Mit zwei Genoss_innen von den Falken.

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